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Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren


 

Wissenschaftslektorat

Der wissenschaftlichen Literatur ist die Verpflichtung gemein, „der wissenschaftlichen Wahrheit stets treu zu bleiben und niemals der Versuchung zu unterliegen, diese Wahrheit zu unterdrücken oder zu verfälschen, sei es unter wirtschaftlichem, sei es unter politischem Druck ...“ (nach der auf Immanuel Kant zurückgehenden Verpflichtungsformel für Doctores der Biologischen Fakultät der Universität Freiburg).

Dieser Verpflichtung unterliegen auch Wissenschaftslektoren. Das Spannungsfeld ist besonders groß im Umgang mit Diplom- und Doktorarbeiten: Welche Eingriffe oder Korrekturen sind hier erlaubt? Wie sieht es dabei mit rechtlichen Fragen aus? An dieser Stelle möchten wir betonen, dass der VFLL das Gewähren illegaler Hilfen bei wissenschaftlichen Texten, insbesondere Examensarbeiten, ablehnt.

Wissenschaftliche Literatur zeichnet sich durch ein hohes Maß an Genauigkeit in den Formulierungen und an Einheitlichkeit der Schreibweisen aus. Dies zu überprüfen und wenn nötig zu verbessern ist eine Hauptaufgabe von Wissenschaftslektoren.

Bei ihrer Arbeit können/müssen sie in größerem Umfang als Lektoren in anderen Bereichen auf technische Arbeitsmittel zurückgreifen. Hier ist es vor allem erforderlich, die Möglichkeiten, die Computer und Computerprogramme bieten, nicht nur zu kennen, sondern auch kreativ einzusetzen.